Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, kurz auch Uni Freiburg genannt, existiert schon seit dem Mittelalter. Genau gesagt wurde sie 1457 in Baden-Württemberg gegründet, und ist somit eine der ältesten Universitäten des Landes.

Die Geschichte der Uni begann 1455, als Herzog Albrecht VI. von Österreich eine Uni in Freiburg eröffnen wollte. Freiburg gehörte damals zu Österreich, der erste Unterricht fand im Frühling 1460 statt. Wie in den meisten Unis im Mittelalter gab es vier Fakultäten in Freiburg. Das waren Philosophie, Theologie, Jura und Medizin. Wobei ein erfolgreicher Abschluss im Philosophiestudium in den Sieben Freien Künsten (was Grammatik, Logik, Rhetorik, Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik beinhaltete) die Voraussetzung dafür war, um ein weiteres Studium in den drei anderen Fakultäten ausüben zu können. Es gab etwa 140 Studenten in den ersten Jahrzehnten, heute sind es mehr als 25.000.

Im Jahr 1620 wollte Erzherzog Leopold mit Hilfe von Jesuiten die Universität religiöser gestalten und somit mussten die Studenten sowohl Philosophie als auch Theologie besetzen, was die Uni zu einem Pfeiler des katholischen Glaubens machte. Als 1679 Freiburg zu Frankreich gehörte, wollte Ludwig XIV. die österreichische Universität in ein zweisprachiges Studium Gallicum umwandeln, da ihm die Uni nicht gefiel. Aber als 1697 Freiburg wieder zu Österreich kam, wurden neue Reformen angeordnet, um mehr Adelskinder aus Deutschland für die Hochschule zu begeistern. Das Bildungsangebot wurde aufgestockt und neue Fakultäten eingeführt.

Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Universität Freiburg rund 3000 Studenten, es wurden Neubauten und Renovierungen notwendig, um den modernen Universitätsbetrieb zu gewährleisten. Allerdings entschied man sich dazu, keinen zentralen Campus zu errichten und stattdessen die Altstadt und die Umgebung anzupassen. Während der NS-Zeit wurden jüdische Professoren entlassen und Schüler ausgeschlossen, die Hochschule wurde Teil des nationalsozialistische Regimes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden erneut Reformen und Neubauten für die Universität angeordnet. Seit den 1980er Jahren hat die Uni Freiburg jährlich mehr als 20.000 Studenten.